Der erste 3000er

Der erste 3000er

Oder besser gesagt, die ersten beiden 3000er. Es ist vollbracht, endlich. Seitdem uns seit unserem Urlaub im fabelhaften Arco am Gardasee das Bergwanderfieber gepackt hatte, hatten wir uns in den Kopf gesetzt, mal einen 3000er zu besteigen. Man muss sich ja schließlich Ziele setzen und da wir beide noch nie auf einem so hohen Berg standen und sowieso jedes Mal total begeistert waren, wenn wir abgebildete Bergpanoramen auf dem Bildschirm oder in Zeitschriften sahen, stand fest: Im nächsten Urlaub gehts auf einen 3000er (natürlich mit Hintergedanken an die ersten 4000er, die dann bald danach auch irgendwann kommen sollen).

Bergansicht am Stilfser Joch

traumhaftes Bergpanorama am Stilfser Joch

Dann war es soweit, Bikesachen, Klettersachen und Wandersachen gepackt und mit vollem Benz (sah aus, als würden wir direkt auswandern wollen) dann in den Vinschgau nach Südtirol gejuckelt. Einfach eine klasse Gegend. Auch wenn man keinen Aktivurlaub plant, ist der Vinschgau eine extrem empfehlenswerte Urlaubsdestination. Allein schon die viel bessere Bergluft, die überall sehr netten Leute, die teils einen deutschen, teils einen sehr italienischen (Süditalien ist gemeint), teils sehr österreichischen Spracheinschlag hatten. Das Bergpanorama ist der Wahnsinn. Besonders empfehlen kann ich das Ortlermassiv – das hat mich nachhaltig beeindruckt, als wir wir bei bestem Bergwanderwetter mit Sonnenschein und kaum Wölkchen am Himmel, unterm Ortler hinwegmarschierten, hinauf zur Tabarettahütte (auf 2.556m, für das eigentliche Ziel, die Payer Hütte auf 3020m, war es noch zu verschneit) wanderten.

 Ortler

auf dem Weg zum Ortler

Ein weißer Riese, der den Betrachter voller Faszination hinaufstarren lässt. Ich musste immer wieder stehen bleiben und konnte mich kaum losreißen von dem Anblick. Weiterlesen →

Unerwartete Wendungen im Leben

Unerwartete Wendungen oder Das Leben ist manchmal einfach schön

Das Leben ist schon klasse. Voller unerwarteter Wendungen, manchmal schmerzhaft, manchmal einfach schön. Jetzt geht es mir um letzteres. Meine Schwester ist letztes Jahr im Oktober nach Vancouver ausgewandert. Zu dem Zeitpunkt noch ohne Job und ohne feste Bleibe, nur mit jeder Menge Tatendrang, vielen Visionen und ein paar lokalen Kontakten ging es auf in ihr neues Leben (Respekt, ich liebe diesen Pioniergeist 🙂 ). Nun, im August diesen Jahres, stand ich neben ihr in Vancouver am Meer und durfte ihre Trauzeugin sein.

Brautstrauß weiß

Julias Brautstrauß

Es ist kein Jahr her, dass sie den mutigen Schritt in ein neues Leben im fernen Kanada gewagt hat und schon hat sie einiges erlebt und hinter sich gebracht. Da ist der erste Job als Übersetzerin, der zwar erst ganz gut lief, aber keine Perspektive bot, die Vermieterin, die zunächst sehr nett wirkte und nachher eine Verwandlung in Richtung religiöser Kontrollfreak durchmachte, und dann ist da Richard, der Mann, mit dem meine Schwester nun schon seit ca. einem Dreivierteljahr ihr Leben teilt. Letzterer ist auch der Grund, weshalb ich in den Genuss kam, eine Woche Vancouver zu erleben.

Vancouver Ausblick

Ausblick bei der Trauung unter freiem Himmel

Wer hätte das gedacht, erst wandert sie aus und schwupps ist sie schon verheiratet und auf dem Weg Kanadierin zu werden. Wie das Leben manchmal so spielt, da treffen sich zwei bei einem veganen Meetup und die Unterhaltung über Trinkwasser endet letztlich darin, dass sie sich festquatschen und seitdem sozusagen unzertrennlich sind. Dabei hätten beide zu dem Zeitpunkt wohl gar nicht damit gerechnet und es kostete auch eine Portion Mut sich da so hereinzustürzen (danke, dass ihr da so schnell wart, es geht ja auch anders 😉 aber mal ehrlich, alles andere ist Zeitverschwendung). Aber, es hat funktioniert und das freut alle, die die beiden kennen. Also drücke ich beiden die Daumen, dass sie weiterhin eine so wunderschöne Zeit zusammen erleben und dass das Leben weiterhin mit schönen, unerwarteten Wendungen den Alltag versüßt.

Rocco del Schlacko 2010

Rocco del Schlacko 2010

rocco del schlacko 2010 band

Rocco Bändchen 2010

Das Rocco del Schlacko in Püttlingen-Köllerbach, in der Nähe von Saarbrücken, war dieses Jahr mal wieder eine staubige Angelegenheit. Hat sehr viel Spaß gemacht – danke an Claudia, Stefan und Karo. 🙂 Das sollten wir nächstes Jahr wiederholen.

Die Bands waren gut, besonders Bad Religion, meiner Meinung nach. Die haben am meisten gerockt und ganz markant und auf den Punkt einen Song nach dem nächsten gebracht. Alle haben ordentlich mitgerockt und hätten noch ewig so weitermachen können.

Bad Religion Rocco del Schlacko 2010

Bad Religion beim Rocco 2010

Zugabe gabs leider nicht, aber das hat wohl auch was mit dem Zeitfenster des Festivals zu tun. Das Auf- und Abbauen ging übrigens recht fix, da kann sich manch anderes Festival noch was von abgucken.

Die Hives haben eine ganz gute Show abgeliefert und mit dem Publikum ne Party gefeiert, allerdings auch sich selbst beweihräuchert und ganz schön viel gelabert. Ansonsten sollen noch die Auftritte von Gaslight Anthem, Bela B. und Wir sind Helden nicht unerwähnt bleiben. Allesamt sehr gut und stimmungsvoll. War dieses Jahr mal wieder eine sehr gute Mischung auf dem Rocco im Saarland.